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Warenproduktion

 “ Unter Warenproduktion ist eine Organisation der gesellschaftlichen Produktion zu verstehen, bei der die Produkte von vereinzelten, isolierten Produzenten erzeugt werden, wobei sich jeder auf die Herstellung irgendeines Produktes spezialisiert, so daß zur Befriedigung der gesellschaftlichen bedürfnisse Kauf und Verkauf der Produkte ( die infolgedessen zu Waren werden ) auf dem Markt notwendig sind.” Lenin Werke Bd.1 S. 84

Existenzbedingungen der auf dem Privateigentum beruhenden Warenproduktion

  • Gesellschaftliche Arbeitsteilung - Trennung und Verselbständigung von Arbeiten im Produktionsprozess zur Herstellung materieller Güter. die zur Herausbildung bestimmter sozialer, technischer und ökonomischer arbeitsteiliger Strukturen im Produktionsprozess und in Wirtschaftszweigen führen.
  • Privateigentum an den Produktionsmitteln
  • Zwei Arten der auf dem Privateigentum beruhenden Warenproduktion

  • Einfache oder kleine Warenproduktion der Handwerker und kleinbäuerlichen Produzenten
  • Auf maschineller Großproduktion beruhende kapitalistische Warenproduktion
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einfachen und der kapitalistischen Warenproduktion

    Gemeinsame Merkmale

  • Gesellschaftliche Arbeitsteilung
  • Privateigentum an Produktionsmitteln
  • Produktion von Erzeugnissen für den Markt (Waren)
  • Spontaner, anarchischer Charakter der gesellschaftlichen Produktion
  • Unterschiede

    Einfache Warenproduktion                                     -                       Kapitalistische Warenproduktion

  • Handwerkliche bzw. bäuerliche Kleinproduktion
  • Maschinelle Großproduktion
  • Die Produktionsmittel gehören dem Produzenten
  • Die Produktionsmittel gehören dem Nichtproduzenten, dem Kapitalisten
  • Das Privateigentum beruht auf der eigen Arbeit der Produzenten
  • Das Privateigentum beruht auf der Aneignung fremder Arbeit, der Lohnarbeit
  • Die Arbeitskraft der Produzenten ist keine Ware
  • Die Arbeitskraft des Produzenten, des Lohnarbeiters, ist eine Ware
  • Das erzeugte Produkt gehört dem Produzenten
  • Das erzeugte Produkt gehört dem Nichtproduzenten, dem Kapitalisten
  • Die einfache Warenproduktion existiert seit 5000 bis 7000 Jahren als untergeordnete Form der Produktion. Sie wird nicht zur allgemeinen Form der Produktion
  • Die kapitalistische Warenproduktion entstand vor 300 bis 500 Jahren. Sie trägt allgemeinen Charakter; alles wir zur Ware, selbst die Arbeitskraft
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    Grundschema einfache Warenproduktion
    Ware Geld Ware

    Beispiel: Der Bauer erntet Weizen. Diesen verkauft er auf dem Markt. Mit dem Geld kauft er Saatweizen, Essen und Bekleidung. Mit dem Verkauf der Ware auf dem Markt sollen andere Waren erworben werden.

    Grundschema kapitalistische Warenproduktion
    Geld'''
    Ware
    Geld

    Der Kapitalist kauft die Arbeitskraft und die Produktionsmittel mit Geld. Nach deren Einsatz in der Produktion verkauft der Kapitalist die Waren. Er erhält das Geld und einen Geldzuwachs. Das Ziel in der kapitalistischen Warenproduktion ist nicht die Ware sondern das Geld + ein Geldzuwachs.

    Wörterbuch

    Klassiker/innen

    Schulungsheft 1