BannDKP

Warenproduktion ist "eine Organisation der gesellschaftlichen Produktion" (Lenin) und hat ihre objektive Grundlage und historische Bedingung in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung.  Grafik

 Defintion An einem bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte werden die Produkte als Ware für den Kauf und Verkauf hergestellt. Die arbeitsteiligen Beziehungen der Produzenten werden über den Austausch in der Form von Warenbeziehungen bzw. Ware-Geld-Beziehungen verwirklicht.

 Wesen und Inhalt

einfache Warenproduktion - Warenproduktion existiert in verschiedenen Gesellschaftsformationen; Wesen und Inhalt werden durch die jeweiligen Produktionsverhältnisse bestimmt. In den vorkapitalistischen Produktionsweisen dominiert die einfache Warenproduktion. Sie ist eine der historischen Grundlagen für die Entstehung des Kapitalismus. Eine Minderheit einfacher Warenproduzenten entwickelte sich zu Kapitalisten; die Mehrheit wurde ruiniert, wurde zu Proletariern. Dennoch verschwindet die einfache Warenproduktion auch im Kapitalismus nicht völlig. Die kleinen Warenproduzenten sind bedingt durch den Konkurrenzkampf mit der Bourgeoisie Verbündete der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Kapitalismus.

kapitalistische Warenproduktion - Im Kapitalismus ist die Warenproduktion die allgemeine und vorherrschende Form. Sie beruht auf dem privatkapitalistischen Eigentum an den Produktionsmitteln und auf der Ausbeutung der Lohnarbeiter durch die Kapitalisten. In der kapitalistischen Warenproduktion wird auch die Arbeitskraft zur Ware. Dies führt zu einem immer schärferen Hervortreten der in der privaten Warenproduktion existierenden Widersprüche. Der Widerspruch der auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln beruhenden Warenproduktion besteht darin, daß die Arbeit der Warenproduzenten als private Arbeit geleistet wird, zugleich aber gesellschaftlichen Charakter besitzt. Dieser Charakter tritt im Austausch hervor: Erst auf dem Markt erweist sich, ob die private Arbeit des Warenproduzenten für die Gesellschaft notwendig war und gesellschaftliche Anerkennung erfährt.

Während die einfache Warenproduktion zur Befriedigung der individuellen Bedürfnisse der Warenproduzenten erfolgt, dient die kapitalistische Warenproduktion allein der Schaffung von Mehrwert (Profit) und seiner Aneignung durch die Kapitalisten. Dabei entwickeln sich alle dem Kapitalismus eigenen Widersprüche, wie der Widerspruch zwischen Kapital (Kapitalistenklasse) und Arbeit (Arbeiterklasse).

Der Widerspruch zwischen der privaten und der gesellschaftlichen Arbeit tritt in der kapitalistischen Warenproduktion als Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Form der Aneignung auf, der den Grundwiderspruch des Kapitalismus bildet. http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php/Warenproduktion

Wörterbuch

Klassiker/innen

Schulungsheft 1