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“... In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilisation, zuviel Lebensmittel, zuviel Industrie, zuviel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse.; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. “ Kommunistisches Manifest
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Der Grundwiderspruch des Kapitalismus und die Gesetzmäßigkeit zyklischer Wirtschaftskrisen
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Die entscheidende Ursache der Krisen ist der Grundwiderspruch des Kapitalismus: Der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Aneignung
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Widerspruch zwischen Produktion und Konsumtion bzw. zwischen Produktion und Markt |
Widerspruch zwischen der Organisation der Produktion in den einzelnen Betrieben und der Unorganisiertheit der Produktion in der gesamten Gesellschaft |
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Das Streben des Kapitals nach Ausdehnung der Produktion stößt auf die relative Begrenztheit des Marktes - begrenzte zahlungsfähige Nachfrage der Arbeiter/innen und ungleichmäßige Nachfrage der Kapitalisten nach Produktionsmitteln
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Die disproportionale Entwicklung der Produktion zwischen den einzelnen Zweigen der Wirtschaft und die Nichtübereinstimmung zwischen den Abteilungen I (Herstellung Produktionsmitteln) und II ( Herstellung Konsumtionsgüter ) führt zur allgemeinen Disproportionalität im kapitalistischen Produktionsprozeß
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“ Die Krisen sind immer nur momentane gewaltsame Lösungen der vorhandenen Widersprüche , gewaltsame Eruptionen, die das gestörte Gleichgewicht für den Augenblick wiederherstellen.”
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Der Charakter der zyklischen Wirtschaftskrisen
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Die zyklischen Wirtschaftskrisen sind ihrem Wesen nach Überproduktionskrisen
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Nur im Verhältnis zu den Verwertungsbedürfnissen des Kapitals wird zuviel produziert - nicht im Verhältnis zu den Bedürfnissen der Arbeiter/innen
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Der kapitalistische Krisenzyklus und seine Phasen ( klassisches Schema )
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Krise
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Hauptphase des Zyklus. Rascher Produktionsrückgang, teilweise Vernichtung von Produktivkräften
Überproduktion von Waren
Starker Preisfall und massenweise Vernichtung von Waren
Massenhafte Bankrotte von Unternehmen und Stilllegung von Produktionsanlagen sowie Massenentlassungen
Starke Entwertung des fixen Kapitals
Gewaltiges Anwachsen der Arbeitslosigkeit sowie Sinken der Löhne
Starke Kreditrestriktion, Massenabhebung von Guthaben, Bankenkonkurse, höchster Zinsfuß |
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Stagnation
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Gleichbleibend niedriger Stand der Produktion
Die Warenvorräte wachsen nicht weiter an
Der Preisfall kommt zum Stillstand
Massenarbeitslosigkeit
Niedrige Löhne
Niedriger Stand des Zinsfußes |
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Belebung
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Der Vorkrisenstand der Produktion wird allmählich wieder erreicht
Die Warenvorräte nehmen ab
Geringe Preiserhöhung
Langsam abnehmende Arbeitslosigkeit
Anwachsender Kreditfluß |
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Aufschwung - Konjunktur
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Rasche Ausdehnung der Produktion
Die Preise steigen rasch an
Abnehmende Arbeitslosigkeit
Erfolgreicher Kampf um die Erhöhung der Löhne
Ausdehnung des Kreditumfangs |
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Anmerkung: Der “ klassische “ Verlauf wird gegenwärtig durch folgende Punkte überlagert
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Die allgemeine Krise des Kapitalismus, die darin besteht - das der Kapitalismus ein geschichtlich überholtes gesellschaftliches System ist - die Krise wird zur Dauererscheinung
Durch die Verbindung mit ständigen Strukturkrisen, z. B. die Finanzkrise oder die Rohstoff- und Energiekrise
Durch die staatliche Regulierung - die im wesentlichen Umverteilungen der Kosten der Krisen zu Lasten der Arbeiter/innen und zu Gunsten der Kapitalisten sind |
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