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Klassen : "große Menschengruppen,                                                                  

  • die sich voneinander unterscheiden nach ihrem Platz in einem geschichtlich bestimmten System der gesellschaftlichen Produktion,
  • nach ihrem (größtenteils von Gesetzen fixierten und formulierten) Verhältnis zu den Produktionsmitteln,
  • nach ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit und folglich
  • nach der Art der Erlangung und der Größe des Anteils am gesellschaftlichen Reichtum, über den sie verfügen",
  • und als "Gruppen von Menschen, von denen die eine sich die Arbeit einer anderen aneignen kann infolge der Verschiedenheit ihres Platzes in einem bestimmten System der gesellschaftlichen Wirtschaft" (Lenin 1961, Bd. 29, S. 410)  Philosophisches Wörterbuch, VEB Bibliographische Institut, Leipzig 1974, S. 618
  • Die  Bourgeoisie ist die herrschende Grundklasse der kapitalistischen Gesellschaft (Kapitalismus). Im Gegensatz zur beherrschten und ausgebeuteten Grundklasse dieser Gesellschaftsordnung, der Arbeiterklasse, deren Angehörige nur über ihre Arbeitskraft verfügen, ist die Bourgeoisie im Kapitalismus Eigentümer der entscheidenden Produktionsmittel (Fabriken, Transportmittel, Bodenschätze usw.). Sie existiert und entwickelt sich auf der Grundlage der Ausbeutung der Lohnarbeiter. Die Klasseninteressen der Bourgeoisie und des Proletariats sind objektiv gegensätzlich und unversöhnlich, d.h. antagonistisch (Antagonismus), und bedingen den Klassenkampf zwischen beiden, der vom Proletariat bis zum Sturz der Bourgeoisie und zur Errichtung seiner eigenen Macht geführt werden muß.

    http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php/Klassenkampf

    Bourgeoisie  [burʒwaˈzi] (französisch) heißt wörtlich übersetzt „Bürgertum“ und bezeichnete damit eine soziale Klasse innerhalb der Gesellschaft. Im Unterschied zum weiten Begriff des Bürgers, dem auch der „Citoyen“ im Sinne des Staatsbürgers zugerechnet wird, bezeichnet der Begriff des Bourgeois das Großbürgertum bzw. Besitzbürgertum der weltlichen Oberschicht. Während es einzelne Bourgeois bereits in früheren Gesellschaftsepochen gab, wurde die Bourgeoisie erst im Europa des feudalistischen und absolutistischen Zeitalters politisch als eigene Kraft bedeutsam. Als Dritter Stand neben Adel und Klerus wurde die Bourgeoisie im Zuge der Französischen Revolution von 1792, mit deren Sieg das bürgerliche Zeitalter bzw. die bürgerliche Gesellschaft durchgesetzt wurde, zur politisch mächtigsten Klasse der Gesellschaft. Eine zentrale Bedeutung besitzt der im Alltag kaum verwendete Begriff innerhalb der marxistischen Theorie, wo er als Synonym für „Kapitalist“ und damit für „Ausbeuter“ gebraucht wird. Im übertragenen Sinne wird der Begriff abfällig wertend benutzt: Ein typischer Bourgeois ist demnach ein sehr reicher Angehöriger der Oberschicht, der eine konservative und reaktionäre Gesinnung aufweist.                                               http://de.wikipedia.org/wiki/Bourgeoisie

    Arbeiterklasse: Was ist das Proletariat?

    Antwort: Das Proletariat ist diejenige Klasse der Gesellschaft, welche ihren Lebensunterhalt einzig und allein aus dem Verkauf ihrer Arbeit (1) und nicht aus dem Profit irgendeines Kapitals zieht; deren Wohl und Wehe, deren Leben und Tod, deren ganze Existenz von der Nachfrage nach Arbeit, also von dem Wechsel der guten und schlechten Geschäftszeiten, von den Schwankungen einer zügellosen Konkurrenz abhängt. Das Proletariat oder die Klasse der Proletarier ist, mit einem Worte, die arbeitende Klasse des neunzehnten Jahrhunderts.     (1)später der exakte Begriff - Verkauf der Arbeitskraft                                                                      Grundsätze des Kommunismus Marx-Engels Werke, Band 4, Seite 361-380; Dietz Verlag Berlin, 1974 Friedrich Engels

    I. Bourgeois und Proletarier

    In demselben Maße, worin sich die Bourgeoisie, d.h. das Kapital, entwickelt, in demselben Maße entwickelt sich das Proletariat, die Klasse der modernen Arbeiter, die nur so lange leben, als sie Arbeit finden, und die nur so lange Arbeit finden, als ihre Arbeit das Kapital vermehrt. Diese Arbeiter, die sich stückweis verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.

    Die Arbeit der Proletarier hat durch die Ausdehnung der Maschinerie und die Teilung der Arbeit allen selbständigen Charakter und damit allen Reiz für die Arbeiter verloren. Er wird ein bloßes Zubehör der Maschine, von dem nur der einfachste, eintönigste, am leichtesten erlernbare Handgriff verlangt wird. Die Kosten, die der Arbeiter verursacht, beschränken sich daher fast nur auf die Lebensmittel, die er zu seinem Unterhalt und zur Fortpflanzung seiner Rasse bedarf. Der Preis einer Ware, also auch der Arbeit (1), ist aber gleich ihren Produktionskosten. In dem selben Maße, in dem die Widerwärtigkeit der Arbeit wächst, nimmt daher der Lohn ab. Noch mehr, in dem selben Maße, wie Maschinerie und Teilung der Arbeit zunehmen, in dem selben Maße nimmt auch die Masse  der Arbeit zu, sei es durch Vermehrung der Arbeitsstunden, sei es durch Vermehrung der in einer gegebenen Zeit geforderten Arbeit, beschleunigten Lauf der Maschinen usw.                                    

    (1)später der exakte Begriff - Verkauf der Arbeitskraft                                                                   Kommunistisches Manifest Marx Engel

    Ausbeutung gesellschaftliches Verhältnis zwischen Gruppen von Menschen, die sich in entgegengesetzter Stellung zu den Produktionsmitteln befinden. Ausbeutung ist immer Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

    Die Ausbeutung ist allgemein durch die Tatsache gegeben, dass sich die Eigentümer der Produktionsmittel unentgeltlich fremde Arbeit (das Mehrprodukt und in bestimmten historischen Situationen auch Teile des notwendigen Produkts) aneignen. Die Ausbeutung entstand, als die gesellschaftlichen Produktivkräfte ein Mehrprodukt ermöglichten, das durch die jeweiligen Eigentümer der Produktionsmittel angeeignet wurde. Marx´ Mehrwerttheorie hat das Wesen der kapitalistischen Ausbeutung aufgedeckt. Entsprechend der Stellung, die die verschiedenen Gruppen von Menschen im Ausbeutungsverhältnis einnehmen, bilden sie die bestimmten Klassen der jeweiligen Gesellschaft. Ausbeutungsverhältnisse bedingen den Klassenantagonismus (Anm. Gegensatz) und den daraus folgenden Klassenkampf.

    Philosophisches Wörterbuch, VEB Bibliographische Institut, Leipzig 1974, S. 176

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